Filmreview #1 | Die Insel der besonderen Kinder

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Processed with VSCO with hb2 presetDank des Droemer Knaur Verlags, hatte ich die Chance die Buchverfilmung von „Die Insel der besonderen Kinder“ im Kino anzusehen. Also schnappte ich mir eine Freundin, die wunderschönen Kinokarten, einen übrig gebliebenen Popcorngutschein und dann konnte es losgehen ins Kino. (Als echte Buchnerds durften die „Hogwarts“-Shirts natürlich nicht fehlen … und das war auch überhaupt nicht rein zufällig, dass wir an diesem Tag auch unsere Karten für „Fantastic Beasts“ kauften. ;D)

Wer den Film noch nicht gesehen hat, sollte nur bis zu meiner Meinung lesen, da eventuell einige Spoiler auftauchen werden.

Filmdaten

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Titel: Die Insel der besonderen Kinder
Originaltitel: Miss Peregrine’s Home for Peculiar Children
Kinostart: 6. Oktober 2016 (Deutschland)
Länge: 2 Stunden 7 Minuten
FSK: ab 12 Jahren
Regie:Tim Burton
Genre: Abenteuer, Fantasy, Familie

Bewertung:
5-sterne

Trailer

Inhalt

Seit frühester Kindheit hört Jacob (Asa Butterfield) von seinem Großvater Abraham (Terence Stamp) immer wieder wundervolle und fantasiereiche Geschichten von einer Insel, auf der er sich vor Monstern versteckte und mit Kindern lebte, die alle außergewöhnliche Fähigkeiten besaßen. Als kleiner Junge liebt Jacob diese Geschichten, die er für bare Münze nimmt, später glaubt er seinem Opa jedoch kein Wort mehr. Als der Junge 16 ist, stirbt sein Großvater, scheinbar zerfleischt von einem wilden Tier. Doch Jacob meint, etwas anderes gesehen zu haben und wird neugierig: Er ringt seinen Eltern die Erlaubnis ab, zu der Insel zu reisen, auf der sein Opa zur Zeit des Zweiten Weltkrieges in einem Waisenhaus wohnte. Das alte Haus in Großbritannien ist längst eine verlassene Ruine, doch Jacob findet Anhaltspunkte dafür, dass die „besonderen Kinder“ aus Abrahams Geschichten noch leben, gut behütet von der resoluten Miss Peregrine (Eva Green) – aber die Gefahr, die Abraham das Leben kostete, ist noch immer nicht gebannt… (Quelle: filmstarts.de)

Meine Meinung

Processed with VSCO with a6 presetKlar ersichtlich ist, dass dieser Film mehrere Zielgruppen abdecken möchte und somit eine große Schar an Kinobesucher anlocken will. Vorneweg gesagt, ist dies meiner Meinung nach sehr gut gelungen. Mit diesem Film sind die meisten dafür nötigen Aspekte unter einen Hut gekommen. Aufgeschlüsselt betrachtet sind das nun folgende Zielgruppen bzw. Aspekte: Zum einen ist da natürlich die Hauptzielgruppe der Leser des Buches. Da ich selbst das Buch nicht gelesen habe, kann ich dies nur aus zweiter Hand wiedergeben. Hier wurde wohl an dem ein oder anderen Ende etwas verändert. Beispielsweise wurde der Charakter Emma mit dem Charakter Olive vertauscht. Inwieweit das den Film schlechter oder besser macht und was der Grun hierfür ist, kann ich leider nicht sagen. Zum anderen haben wir als zweite Zielgruppe alle Fans von Tim Burton, die wie ich finde, durchaus auch einen sehr großen Teil der Kinobesucher ausmacht. Natürlich überschneidet sich hier einiges, doch ich kann mir vorstellen, dass viele nur aufgrund von Tim Burton diesen Film sehen wollen. Tim Burton als Regisseur hat hier wieder mal ein Meisterwerk abgeliefert. Allein von diesem Standpunkt aus betrachtet, bringt der Film alles mit, was man sich erhofft. Die für seine Filme typische leicht düstere und melancholische Stimmung ist perfekt getroffen. Genauso die Ausarbeitung der doch sehr schrägen Charaktere und die sehr passende Auswahl an Schauspieler. Hier kommt also jeder Tim Burton Fan durchaus auf seine Kosten. Genauso sollen aber auch Familien mit älteren Kindern und Fantasy Begeisterte im Allgemeinen mit diesem Film angesprochen werden und auch hier findet jeder was er sucht. Ich sage ausdrücklich Familien mit älteren Kindern, da sowohl das FSK mit 12 Jahren dafür spricht, als auch das der Film hier und da seine spannenden düsteren Stellen hat. Trotzdem wurde hier bewusst darauf geachtet keinen Thrillerstimmung entstehen zu lassen.

Mir hat die gesamte Stimmung des Films sehr gefallen. Dies fing schon beim Vorspann an, der mit toller Musik unterlegt war und alte Bilder der Insel und der Kinder dort zeigte. Da wir den Film in 3D angesehen haben, waren die Szenen alle sehr realistisch. Man konnte sich genau in die Charaktere und die Umgebung hineinversetzen. Oft ist es ja so, dass sich die Filme in 3D fast nicht lohnen, da viele der Szenen zu „flach“ gefilmt sind. Hier aber lohnt sich das Erlebnis auf der großen Leinwand in 3D auf jeden Fall. An der ein oder anderen Stelle gegen Ende des Films hin, habe ich dann aber auch zusammengezuckt, wenn einem auf einmal Tentakeln entgegen kommen.

Die ganze Zeit schon bin ich am überlegen, welcher Charakter mir tatsächlich am Besten gefallen hat. Doch bisher kam ich auf kein Ergebnis, da jeder der Kinder und auch Miss Peregrine selbst etwas besonderes an sich haben, über das man noch mehr erfahren will. Auch die zwischenmenschlichen Reaktionen sind perfekt von den Schauspielern dargestellt. Beispielsweise die Beziehung zwischen Olive und Enoch, die anfangs sehr merkwürdig wirkt und sich später klarer heraus kristallisiert. Allgemein ist die Besetzung des Films nicht nur passend, sondern auch sehr hochkarätig. Als Beispiel Samuel L. Jackson, Judi Dench, Eva Green und viele mehr.

Fazit

Am Ende des Films hatte ich einfach nur noch das Bedürfnis die Bücher zu lesen, um mehr über die Charaktere zu erfahren und um zu erfahren wie es weitergeht. Hier passt einfach alles zusammen. Kameraführung, Schauspielerauswahl, Musik, Kostüme, einfach alles. An der ein oder anderen Stelle hätte ich gerne mehr zu den einzelnen Charakteren der Insel erfahren. Die Zwillinge beispielsweise bekommen erst sehr spät im Film „ihren großen Auftritt“, bei dem man erfährt, was an ihnen so besonders ist. Aber im Großen und Ganzen ein absolut sehenswerter, wunderschöner Film. Ich freu mich schon jetzt auf eine Fortsetzung.

Ich empfehle den Film allen, die gern Fantasy, Mysterie und spannende Filme im Allgemeinen anschauen. Auch Tim Burton Fans kommen hier absolut auf ihre Kosten. Da doch einige spannende Stellen dabei waren, sollten jüngere Kinder nur in Begleitung eines Elternteils ins Kino gehen. Wer sich gerne mehr aus seinem Kinoerlebnis machen will, sollte sich auf jeden Fall auch für die 3D-Version entscheiden.

(Bildquelle: 20th Century Fox)

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