LBM’15 #3 – Happy Birthday!

An diesem Morgen standen alle mit einem kleinen wehmütigen Gefühl auf. Am Tag vorher musste uns leider unser Blogger-WG-Mitglied Caro verlassen. Wer machte uns nun morgens das Frühstück, wenn alle verschlafen aus den Betten krochen? Das fühlte sich ein wenig an, wie erwachsen zu werden und Mama ist plötzlich nicht mehr da… Aber hinbekommen haben wir es dann letztendlich doch. 😛 Doch dann erreichte uns noch eine traurige Nachricht: Anne war krank und fühlte sich nicht gut, weshalb sie den Tag daheim bleiben musste. So war unsere Messe-Truppe auf vier Leute geschrumpft. Und so ging es dann auf in den Samstag…

Samstag ist DER Messetag schlechthin. Darauf muss man sich gedanklich einstellen. Als wir am Leipziger Hauptbahnhof ankamen liefen wir auch schon direkt in das erste Chaos hinein. Eine Menschenmenge unglaublichen Ausmaßes wartete am S-Bahn Gleis auf das eintreffen der Bahnen. Wagemutig stürzten wir uns in die Menge. Doch egal wie sehr auch gedrückt und gedrängelt wurde, wir kamen in keine der einfahrenden S-Bahnen hinein. Offensichtlich hat es die Stadt Leipzig trotz jahrelanger Messeerfahrung nicht hinbekommen zum einen mehr Möglichkeiten zur Messe zu kommen zu organisieren, geschweige denn eine S-Bahn fahren zu lassen, die länger als ein oder zwei Waggons ist. Typisch Deutsch war dann auch, dass die Menschen die das Glück hatten in eine Bahn reingekommen zu sein, nicht dazu in der Lage waren die Lücken zu füllen oder in die erste Klasse zu gehen. Aber hey der Schaffner kontrolliert bei diesen Verhältnissen sicher durch Stage-Diving die Fahrkarten und schickt alle ohne gültiges 1. Klasse-Ticket wieder raus. *Ironie off*

Wie immer fiel unsere Chaos-Truppe auf wie ein bunter Hund, denn trotz unserer Lage konnten wir immer noch lachen und bespaßten alle Menschen um uns herum… und das waren ja einige! Wir beschlossen dann zu den oberen Gleisen zu laufen und dort in den Regionalexpress zu steigen, der auch schon wieder heillos überfüllt war. Doch hier konnten wir uns noch in den Eingangsbereich drücken. Heffa übernahm dann auch schon gleich die Aufgabe der Zugbegleiterin und wies die immer weiter einsteigenden Fahrgäste an in die 1. Klasse weiterzugehen. Derweil vergnügten Simone, Charlie und Ich und wiedermal mit dummen Sprüchen und unterhielten uns über die Köpfe hinweg. So hatten wir auch diesmal wieder alle Mitfahrer unterhalten, sodass diese Fahrt nur halb so schlimm war wie erwartet.

Endlich an der Messe angekommen! Das war eine Fahrt. Einchecken, Garderobe, los gehts! Als erstes steuerten wir die Glashalle an, um uns den Bienenschwarm der einströmenden Besucher von oben anzusehen. Unglaublich wie viele Menschen in eine Halle passen. Und dann ging es auch schon weiter. Wir erkundeten wieder die Hallen, stöberten hier und dort und trafen andere Blogger. Um 12 Uhr hieß es dann ab zur Blogger-Geburtstagsparty von Chicken House, die 5 Jahre alt geworden sind. Nochmal Herzlichen Glückwunsch! 🙂 Die Party war großartig! Es gab einen riesigen Buch-Kuchen, Eierlaufen mit Barry Cunningham und Sophia Bennett, tolle Preise zu gewinnen und viel Spaß. Das war mein absolutes Messehighlight!

An diesem Tag waren wir außerdem noch bei einem kleinen aber überfüllten Bloggertreffen von Bastei Lübbe mit Jennifer Benkau, die rede und antwort zu ihrem neuen Buch stand, dass wir kurzerhand auch noch bekamen und signieren lassen durften. Und dann trafen Simone, Heffa, Charlie und Ich noch Helge Vogt und Hubertus Rufledt zu einem kleinen gemütlichen Bloginterview im Pressebereich. Nochmal danke dafür!

Wenn ihr nun denkt damit war die Aufregung zu Ende, dann falsch gedacht! Als wir an den S-Bahnen ankamen, sahen wir schon eine Masse an Menschen auf den Treppen stehen. Wir beschlossen eine S-Bahn von einem gegenüberliegenden Gleis zu nehmen. Doch plötzlich hieß es vom Schaffner, dass Brandgefahr in den Tunneln herrschte und keine Bahn mehr verkehren würde. Was nun? Bis zum Hauptbahnhof hätten wir es vielleicht mit viel Zeit und Geduld irgendwie geschafft, doch ab dort mussten wir zwangsläufig wieder in die S-Bahn. So beschlossen wir erst einmal Anne anzurufen und ihr die Situation zu erklären. Ihr Papa (liebevoll von uns „Papa Pätzold“ getauft :P) bot uns an, uns vom Messegelände abzuholen. Wir waren sprachlos, so nett konnte doch kein Mensch sein. Doch tatsächlich kamen die beiden Retter eine halbe Stunde später an. Zuvor hatten wir uns am vereinbarten Treffpunkt am Randstein eingerichtet. Mit unseren Taschen, Tüten und dem aufgespannten Regenschirm (Warum muss es immer in solchen Situationen regnen?) sahen wir wie verlassene Kinder aus, als wir abgeholt wurden.

Daheim überreichten wir Anne stolz unsere Errungenschaften für Sie und ließen den Abend bei leckerem gegrilltem Essen und am Fernsehen ausklingen. Was ein Tag!

Hier gehts zu Tag 4…

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