Leipziger Buchmesse | Von Vielfältigkeit & Weltoffenheit

Leipziger Messe – Buchmesse 2017 am 25.03.2017
Foto Tom Schulze

Kaum war die Leipziger Buchmesse 2017 am letzten Sonntag vorbei, schaffte es ein Artikel eine Welle der Empörung durch die Branche zu starten. In seiner Bilanz über die Leipziger Buchmesse mit dem Titel „Kein Ort für nackte Hasen“, schrieb Carsten Otte darüber, warum Cosplayer und im gesamten die MCC (Manga Comic Convention) die in Halle 1 ein Teil der Leipziger Buchmesse ist, getrennte Wege gehen sollten. Inzwischen ist viel passiert. Auf vielen Plattformen sind inzwischen Statements zu diesem Beitrag erschienen und auch Carsten Otte selbst hat inzwischen einen offenen Brief veröffentlicht, in dem er Bezug auf die vielen Gegenstimmen nimmt. Zu guter Letzt hat die Leipziger Buchmesse selbst auch ein Statement dazu abgegeben, in dem sie klar zu den Cosplayern und der MCC stehen. In meinem Artikel möchte ich einerseits selbst meine Meinung dazu schreiben und andererseits für euch die interessantesten Links dazu sammeln.

Für mich persönlich ist die MCC einer DER ausschlaggebenden Punkte, warum ich die Leipziger Buchmesse so schätze. Immer wieder werde ich von Familienmitgliedern oder Bekannten gefragt, warum ich auf zwei Buchmessen im Jahr gehe. Für Menschen, die nicht in der Buch- bzw. Verlagsbranche arbeiten, ist einmal Buchmesse genug, denn „dann hat man ja schon alles gesehen“. Genau dann kann ich begeistert davon erzählen, dass Leipzig gerade wegen der MCC so viel bunter ist. Das heißt im Umkehrschluss nicht, dass Frankfurt trist und öde deswegen ist. Im Gegenteil jede Messe hat seinen eigenen Charakter. Und Leipzig zeichnet sich eben durch die Vielfalt aus, die vor allem die vielen Cosplayer mit sich bringen. Ich könnte manchmal stundenlang unten in der Glashalle sitzen und dem Treiben dort zusehen. Ich bin jedesmal fasziniert, wie viel Zeit, Mühe und Geld manche in ihre Kostüme stecken. Manchmal bin ich sogar neidisch, da ich selbst gerne diesem Hobby nachgehen würde.

Kurzum, ich finde es wunderbar, wie offen und vielfältig die Leipziger Buchmesse ist und genau das ist doch das Ziel: Weltoffenheit und Akzeptanz in allen Bereichen unserer Gesellschaft. Solche Veranstaltungen zeigen, dass ein friedliches Miteinander verschiedener Kulturen möglich ist. Denn das hier zwei Welten aufeinander treffen, ist nicht zu leugnen. Die Leipziger Buchmesse kann hier als großes Beispiel voran treten. Und zur Beschuldigung der Cosplayer, die die Gänge verstopfen: In den vollen Gängen in denen ich sowohl in Leipzig, als auch in Frankfurt unterwegs war, traut sich kein Cosplayer rein, da er sein Kostüm nicht zerstören will. Aber um vollgestopfte Gänge bei solch einer Veranstaltung zu vermeiden, müsste man die Veranstaltung schon abzusagen.

Als kurzes Schlusswort will ich nur sagen, dass ich mich auf jede Messe freue und gerade die Cosplayer ein wichtiger Teil davon ausmachen. Und als Nachwuchs in dieser Branche, freue ich mich jedes Jahr aufs neue, dass beide Buchmesse noch solch einen Andrang haben und Zuspruch in der Gesellschaft finden. Danke dafür!

Weitere interessante Links zum Thema findet ihr hier:

Bildquelle: Leipziger Buchmesse, Foto Tom Schulze

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